Die DACHNUG 2026 in Würzburg war für die Fachgruppe Solution Hub ein wichtiger Meilenstein. Erstmals gingen wir mit neuem Namen, erweitertem Themenspektrum und neuen Formaten an den Start. Unser Anspruch war dabei klar: Wir wollten nicht nur Vorträge anbieten, sondern einen Ort schaffen, an dem Wissen geteilt, Ideen diskutiert und neue Impulse für die Praxis entstehen.
Vor der DACHNUG haben wir uns natürlich gefragt: Wird das neue Konzept der Fachgruppe Solution Hub aufgehen? Heute kennen wir die Antwort: Ja – und sogar besser als erwartet.
Der Weg dorthin war nicht immer einfach. Neue Formate etablieren sich nicht von allein, und wer neue Wege gehen möchte, muss auch mit Hindernissen rechnen. Manchmal heißt das, spontan einen Plan B zu entwickeln und flexibel auf neue Situationen zu reagieren. Umso mehr freut es uns, dass das Konzept auf großes Interesse gestoßen ist und unsere Erwartungen sogar übertroffen hat.
Besonders deutlich wurde dies an einem Punkt, mit dem wir in dieser Form nicht gerechnet hatten: dem enormen Diskussionsbedarf. Die Vorträge und Lightning Talks führten immer wieder zu intensiven Fachgesprächen. Das straff geplante Zeitmanagement einer Konferenz erwies sich dabei teilweise als echte Herausforderung – nicht weil Inhalte fehlten, sondern weil die Teilnehmer so engagiert diskutierten, dass die vorgesehenen Zeitfenster oft nicht ausreichten.
Für uns ist das ein ausgesprochen positives Signal. Schließlich sind lebhafte Diskussionen, neue Ideen und der Austausch von Erfahrungen genau das, was eine Community ausmacht. Wenn Teilnehmer auch nach dem offiziellen Ende eines Vortrags weiterdiskutieren möchten, zeigt das vor allem eines: Die Themen waren relevant und haben Interesse geweckt.
Gleichzeitig hat uns die Veranstaltung gezeigt, dass wir für künftige Veranstaltungen noch mehr Raum für den fachlichen Austausch schaffen sollten. Denn der Wunsch nach Diskussion und Vernetzung war größer als jeder Zeitplan.
Vorträge mit Praxisbezug und Mehrwert
Die Lightning Talks waren ein besonderes Highlight der Fachgruppe und werden daher einen eigenen Blogbeitrag erhalten. Darüber hinaus bot der Solution Hub ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm mit aktuellen Themen aus den Bereichen IT-Service-Management, Kostenoptimierung und Künstliche Intelligenz.
- HCL Service Management: Die Jira-Cloud-Falle vermeiden
Der Vortrag zeigte auf, wie Unternehmen die Vorteile einer modernen Service-Management-Lösung nutzen können, ohne dabei Kontrolle, Governance und die Vorteile einer On-Premises-Strategie aufzugeben. Im Mittelpunkt standen typische Herausforderungen bei Cloud-Migrationen sowie mögliche Alternativen und Strategien für einen langfristig sicheren Betrieb. - BigFix SaaS Management: SaaS-Ausgaben im Griff
Software-as-a-Service vereinfacht vieles – kann aber schnell zu unnötigen Kosten führen. Der Vortrag demonstrierte praxisnah, wie Unternehmen ungenutzte Lizenzen identifizieren, Transparenz über ihre SaaS-Landschaft gewinnen und Einsparpotenziale realisieren können. - Vom Content-Chaos zum smarten Dialog – Die Chatbot-Lösung für die DNUG
Anhand des laufenden DNUG-Projekts wurde gezeigt, welche Herausforderungen bei der Entwicklung einer Chatbot-Lösung tatsächlich entstehen. Im Fokus standen die Fragen, welche Inhalte relevant sind, wie Wissen aus unterschiedlichen Quellen aufbereitet werden kann und welche organisatorischen und technischen Aspekte für eine erfolgreiche Umsetzung berücksichtigt werden müssen.
Wir bedanken uns bei allen Referenten, Teilnehmern und Unterstützern, die den Solution Hub mit Leben gefüllt haben. Die positive Resonanz bestärkt uns darin, das Format weiter auszubauen und auch künftig Raum für neue Ideen, innovative Technologien und praxisnahe Erfahrungen zu schaffen.
Die Präsentationsunterlagen der Vorträge werden in Kürze auf der DNUG-Webseite veröffentlicht.
Und noch eine Erkenntnis nehmen wir mit: Pausen sind vielleicht doch etwas überbewertet – zumindest dann, wenn die Themen spannend genug sind.
Beitrag von Anett Hammerschmidt, Fachgruppe Solution Hub
